Psychiatrie “1927”


Die lange Allee ist mit welkem Laub übersät.
Links und rechts davon sind Gebäude. Alte Gebäude.
Viele Fenster, roter Backstein, alte Türen.
Irgendwie sehen die Häuser dieser psychiatrischen Klinik so leidvoll aus.
Was hat sich all die Jahre hinter den Mauern wohl abgespielt?

Beim Betreten des Gebäudes schlägt mir der typische, alte Geruch entgegen.
Leicht modrig, verbraucht und feucht riecht es.
Es ist recht dunkel im Haus, obwohl es erst Nachmittag ist. Viele Fenster sind mit Efeu bedeckt, nur wenig Sonn dringt hindurch.
Beim Anblick der alten Betten schaudert es mich ein wenig. Es hat etwas so morbides, und doch so faszinierendes…
Das Gebäude wirkt so kalt. Der harte Steinboden, die kahlen Wände. Lange Gänge mit vielen Türen, Bettgestelle aus Metall.
Ein wahrlich wenig einladender Ort…und beim Betreten eines der Badezimmer der oberen Etagen stockt mir kurz der Atem!
Hier haben sich aber wohl eher Jugendliche einen Scherz erlaubt…das scheint kein echtes Blut an der Badewanne zu sein…hoffe ich.

Die Psychiatrische Klinik “1927” ist in Belgien zu finden.
Ein großes, parkähnliches Anwesen mit mehreren Gebäuden.
Viele davon standen seit 1997 leer. Die meisten sind aktuell schon renoviert worden und als neuer Wohnraum in Benutzung.
Einige wenige Gebäude stehen auch heute noch leer. Verlassen, vergessen und einsturzgefährdet.
Im Jahre 1927 wurde die Klinische Psychiatrie eröffnet und diente primär zur Behandlung von Frauen.
Der Komplex wuchs mit den Jahren zu einer Uni-Klinik heran und wurde seither weiter ausgebaut.

 

Hier ist aufgelistet mit welchem Equipment die Bilder aufgenommen wurden: https://die-verlassenen-orte.de/ausruestung/