Das geheime unterirdische Tanklager der NVA

Bei eisigen Minustemperaturen habe ich mich auf den Weg gemacht diesen spannenden Ort zu besuchen. Schon früh in der Nacht bin ich losgefahren und habe die 600km Autobahn zügig hinter mich bringen können. Das Navi führt ich in ein einsames Waldgebiet. Ich parke mein Auto unauffällig am Straßenrand und mache mit mitsamt meinem Equipment auf den Weg in den Wald hinein…

Meine Reise führt mich zu einem abgelegenen und gut getarnten ehemaligen Tanklager der Nationalen Volksarmee. Abseits öffentlicher Wege, tief im Wald verborgen, liegt ein weitläufiges Gelände, das einst eine wichtige logistische Rolle spielte. Die Anlage bestand nicht nur aus einem einzelnen Depot, sondern aus mehreren voneinander getrennten, teilweise unterirdischen Tanklagern, die über das Areal verteilt waren und bewusst schwer zu entdecken angelegt wurden. Schon bei der Anfahrt wird deutlich, wie gut dieser Standort getarnt war. Keine auffälligen Gebäude, keine markanten Zufahrten – vieles ist heute überwachsen, verschneit oder nur noch anhand von Betonresten und technischen Strukturen zu erkennen. Erst bei genauerem Hinsehen offenbaren sich die Dimensionen des Geländes.

Die einzelnen Tankanlagen bestehen aus massiven Beton- und Stahlkonstruktionen. Einige Tanks liegen vollständig unter der Erde, andere sind teilweise freigelegt. Rostige Leitungen, alte Schieber und Messvorrichtungen zeugen noch heute von der technischen Funktion dieses Ortes. Trotz jahrzehntelangem Verfall wirkt vieles überraschend stabil und durchdacht konstruiert – ein Hinweis auf die strategische Bedeutung des Standorts während des Kalten Krieges.

Der Winter verstärkt den Eindruck von Verlassenheit. Schnee und Eis legen sich über offene Schächte, Betonflächen und ehemalige Arbeitsbereiche. Meine Geräusche werden gedämpft, die Bewegungen wirken langsamer, und die Atmosphäre ist ruhig, beinahe unangenehm still. Aber ich mag den Winter und ich mag auch Schnee. Genau diese Bedingungen machen die Erkundung besonders intensiv, aber auch etwas anspruchsvoller, denn mit der dicken Winterjacke lässt es sich nicht so leicht durch die engen Öffnungen klettern.

Beim Fotografieren lag mein Fokus auf den Strukturen und Details: den Eingängen zu den unterirdischen Bereichen, den technischen Überresten, den klaren Linien der Betonbauten. Jedes Bild dokumentiert einen Ort, der einst streng gesichert war und heute vollkommen sich selbst überlassen ist.

Dieses Album zeigt einen militärischen Lost Place, der exemplarisch für viele geheime Infrastrukturanlagen der NVA steht. Kein spektakulärer Verfall, sondern funktionale Architektur, verborgen im Wald – stillgelegt, vergessen, aber in großen Teilen noch erhalten.

Ich hoffe es gefällt euch!

Viele Grüße
euer Nic

3 Kommentare

  1. Super interessant und eindrucksvoll, ich frage mich nur wo ungefähr das sein könnte

  2. H.Schubert

    Dieses Alte Bauernhaus scheint erst ein paar Jahre leer zu stehen. Als wenn die ältere Generation verstorben oder ins Altenheim kamen und so mit der Hof verlassen wurde. So wie es aussirht war es ein sehr grosser Hof. Selbst die Restmülltonne steht noch im Haus. Auch zum erneuern Von Fliesen steht noch ein karton im Bad.Und die Erhöhung des WC,sagt uns das die Leute die dort gewohnt haben älter oder ein Mensch mit Behinderung war. Auch in einen Raum sieht man die Rollators. Die Wände selber weisen nur leichte Feuchtigkeit auf.Die Möbel und Teppiche sehen gepflegt aus und die Bücher im offenen Schrank weissen keinen Schimmel aus und geworfen haben sie sich auch nicht. Wo die Bücher sicherlich einiges über die Intressrn der Menschen aussagen würden. Es wirkt an einigen Stellrn richtig einladen aus,z.b. kommrn sie setzten sie sich und erzähen sie uns wie es jetzt in der Welt aussieht 😉 und sie sagen ich würde viel lieber hören wie es ohnen ergangen ist.Wie lange der Hof steht und und und. Hoffe das es nicht zu lang geworden ist ,ich könnte noch mehr schreiben.
    Selbst ein alter Baum kann viel erzählen.
    In Ehlershausen stand auch mal ein Lost Places heute ist da eon Pennymarkt.Als ich den das erste mal betratt was es eigenartig,als ich an einer bestimmten Stelle stand sagte es in mir im alten Haus war da ,daß Wohnzimmer an einer anderen dort war die Gastwirtschaft. So sieht es dann in einem aus wenn man als das Haus noch ein Haus war Jahre als Kind gelebt hat.ist für sie vielleicht auch mal etwas anderes. Bei dem Haus wusste ich einiges was andere nicht wussten.
    Ich wünsche ihnen einen gesegneten Resttag und allezeit bewahrung in den Lost Places.

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