Urbex ist die Kurzform von Urban Exploration und bezeichnet das Erkunden und Dokumentieren von verlassenen oder ungewöhnlichen Bauwerken und Anlagen. Dazu gehören beispielsweise stillgelegte Industrieanlagen, Krankenhäuser, Bunker, Hotels, Militärstandorte oder andere Gebäude, deren ursprüngliche Nutzung aufgegeben wurde.
Für mich steht beim Urbex vor allem die fotografische Dokumentation dieser Orte im Mittelpunkt. Schon seit 2010 fotografiere ich verlassene Gebäude und Anlagen in Deutschland und Europa und halte dabei fest, wie sich Architektur, Verfall und Natur im Laufe der Zeit verändern.
Dabei geht es nicht darum, Orte zu beschädigen oder etwas mitzunehmen. Im Gegenteil: Ein verantwortungsvoller Umgang mit den Gebäuden und ihrer Geschichte gehört für mich zum Urbex selbstverständlich dazu.
Auf „Die verlassenen Orte“ findest du inzwischen mehr als 500 Fotoalben mit Lost Places aus unterschiedlichen Kategorien.

Was ist der Unterschied zwischen Urbex und Lost Places?
Die Begriffe Urbex und Lost Place werden häufig synonym verwendet, bedeuten aber nicht ganz dasselbe.
Ein Lost Place ist zunächst einmal ein verlassener oder aufgegebener Ort – zum Beispiel ein altes Krankenhaus, eine Fabrik, ein Bunker oder ein leerstehendes Hotel. Urbex beziehungsweise Urban Exploration beschreibt dagegen die Aktivität selbst: das Erkunden, Fotografieren und Dokumentieren solcher Orte.
Nicht jeder Lost Place wird also automatisch „urbexed“, und Urbex kann sich auch auf ungewöhnliche urbane Strukturen beziehen, die nicht vollständig verlassen sind. Im Mittelpunkt steht die Erkundung und Dokumentation besonderer Orte.
Welche Arten von Lost Places gibt es?
Lost Places können sehr unterschiedlich sein. Je nach ursprünglicher Nutzung unterscheiden sich Atmosphäre, Architektur und Geschichte oft deutlich. Auf meiner Seite findest du unter anderem:
- verlassene Krankenhäuser & Psychiatrien
- alte Industrieanlagen & Kraftwerke
- Bunker & ehemalige Militärstandorte
- verlassene Hotels & Villen
- weitere aufgegebene Gebäude und Anlagen
Jede Kategorie hat ihren eigenen Reiz: Während ehemalige Krankenhäuser oft durch lange Flure und medizinische Einrichtungen geprägt sind, erzählen Industrieanlagen von vergangenen Produktionszeiten und Bunker von militärischer Nutzung und Geschichte.
Urbex-Regeln: Respekt vor Ort und Geschichte
Für mich gehört zu Urbex immer ein respektvoller Umgang mit den besuchten Orten. Das bedeutet vor allem: nichts beschädigen, nichts mitnehmen und keine Spuren hinterlassen. Der bekannte Grundsatz „Take nothing but pictures, leave nothing but footprints“ beschreibt diese Haltung sehr gut. Verlassene Gebäude sind keine rechtsfreien Räume. Viele befinden sich auf Privatgelände, sind abgesperrt oder unterliegen einem Betretungsverbot.
Deshalb sollte man sich vor einem Besuch immer über Eigentumsverhältnisse, Zugänglichkeit und mögliche Gefahren informieren. Auch der Schutz des Ortes selbst spielt eine wichtige Rolle: Genaue Adressen und Koordinaten veröffentliche ich bewusst nicht, um Vandalismus und unnötigen Besucherandrang zu vermeiden.
Wie findet man Lost Places?
Viele Lost Places werden nicht über öffentliche Adresslisten gefunden, sondern durch eigene Recherche. Gerade das macht für viele einen Teil des Reizes von Urbex aus. Hilfreich sind zum Beispiel:
- alte Zeitungsberichte und lokale Archive
- Meldungen über Betriebsschließungen oder Leerstand
- historische Karten und Luftbilder
- frühere Industrie- und Militärstandorte
- regionale Geschichtsseiten und Dokumentationen
- Hinweise aus der eigenen Umgebung
Ich veröffentliche bewusst keine genauen Adressen oder GPS-Koordinaten von ungeschützten Lost Places. Wer selbst recherchiert, beschäftigt sich meist intensiver mit der Geschichte eines Ortes und trägt eher dazu bei, ihn zu respektieren und zu schützen.
Urbex-Fotografie
Für mich steht beim Urbex die fotografische Dokumentation der Orte im Mittelpunkt. Gerade verlassene Gebäude bieten durch ihre Architektur, den natürlichen Verfall und die oft besonderen Lichtverhältnisse sehr unterschiedliche Motive. Technisch sind solche Aufnahmen häufig anspruchsvoller als normale Alltagsfotografie. Dunkle Innenräume, große Helligkeitsunterschiede und enge Räume machen ein lichtstarkes Objektiv, ein stabiles Stativ und eine zuverlässige Taschenlampe besonders hilfreich.
Einen Überblick über die Kameras, Objektive, Lampen, Stative und weitere Ausrüstung, die ich selbst nutze oder genutzt habe, findest du auf meiner Ausrüstungsseite.
Bilder für redaktionelle und kommerzielle Nutzung
Mein Archiv umfasst rund 20.000 Fotografien verlassener Orte aus Deutschland und Europa. Darunter befinden sich auch zahlreiche Aufnahmen von Gebäuden und Anlagen, die inzwischen abgerissen, saniert oder nicht mehr zugänglich sind. Ausgewählte Bilder können für redaktionelle und kommerzielle Zwecke lizenziert werden, zum Beispiel für Magazine, Bücher, Dokumentationen, Websites oder Unternehmenspublikationen.
