Das Sanatorium im Wald


Feuchte Luft liegt über den Baumwipfeln, die Straße ist leicht nebelig.
Den ganzen Tag war ich schon unterwegs, einen Großteil davon im Regen.
Ich war nicht sonderlich motiviert hier nun aus dem trockenen Auto auszusteigen, durch den nassen Wald zu laufen und das Sanatorium zu suchen.
Doch als ein paar Sonnenstrahlen plötzlich durch die Wolkendecke brechen, und der Himmel stellenweise leichtes Blau durchscheinen lässt, ändere ich meine Meinung. Auf gehts!
Nach einigen Minuten Fußmarsch taucht das verlassene Gebäude schon vor mir auf. Das hatte ich mir schwieriger vorgestellt! Trocken scheint es auch zu bleiben.
Ich betrete die große Eingangshalle und halte einen Moment inne. Den Ort auf mich wirken lassen. Die Stimmung einfangen um diese auf den Fotos auch wiedergeben zu können.
Leider ist stellenweise schon recht viel randaliert worden. Dennoch ist es ein tolles, altes und großes Gebäude!

Eröffnet wurde das Nachtsanatorium in den 1950er Jahren. Hier konnten sich Bergarbeiter während des Arbeitsprozesses
einem Erholungsaufenthalt mit medizinischer Betreuung unterziehen. Nach dem Ende ihrer Schicht verbrachten Bergarbeiter die Nacht im Sanatorium um am nächsten Morgen
von dort wieder zur Arbeit zu gehen. Nach der Wende wurde das Sanatorium geschlossen.