Schloss Wolfskuhlen in der Nacht…


Die Nacht ist dunkel und still um mich herum. Vereinzelt höre ich eine Eule aus dem Wald nebenan. Dort drin ist auch der alte Friedhof.
Ich habe dieses Schloss schon oft besucht, es war einer meiner ersten Orte. Und dennoch verliert es nichts von seiner besonderen Ausstrahlung. Und grade bei Nacht zeigen sich viele verlassene Orte in einem anderen Licht. Die Äste knacken leise im Wind. Ich gehe um das Haus herum. Seitlich gibt es einen Kellereingang. Absolute Dunkelheit. Nur im Schein meiner Lampe erkenne ich den alten Ofen und das Kühlhaus.

Zum Schloss selbst:
In Rheinberg-Budberg ist das ehemalige Rittergut Wolfskuhlen, heute nur noch „Schloss Wolfskuhlen“ genannt, als eines der sagenumwobensten Häuser der weiteren Gegend zu finden. Dieses Gebäude ist so bekannt, hier geht es in Ordnung den Namen zu nenne. Der Besitzer war einverstanden. Das eigentlich dreistöckige Herrenhaus wurde um 1800 erbaut und 1950 durch zwei Seitenflügel ergänzt. Vor vielen Jahren soll das einstige Herrenhaus als Kinderheim genutzt worden sein. Von vielen grausamen Dingen wird berichtet, die während dieser Zeit dort geschehen sein sollen. Genaues ist nicht bekannt, doch man spricht mehrfach von lebendig eingemauerten Kindern. Linksseitig des Hauses ist ein alter Friedhof zu finden, der allerdings nur noch schemenhaft zu erahnen ist. Einige Besucher des Schlosses berichten von jämmerlichen Klagelauten von Kindern, die aus dem Keller des Hauses dringen sowie im Garten, wo sich die Gräber einiger Kinder befinden sollen. Weitere Berichte erzählen von einem kleinen Mädchen, welches plötzlich aus dem Nichts erscheint und auf demselben Wege verschwindet. Dies kann natürlich nicht belegt werden. Doch zieht es oft Jugendliche hier her, die sich gruseln wollen oder ein kleines Abenteuer erleben möchten.

Fakt ist dennoch…auch hier kann einem der Kopf einige Streiche spielen. Wie einige von euch wissen, bin ich überall meist alleine unterwegs. Aber in den Kellern dieses Hauses fühle auch ich mich nicht sonderlich wohl. Ein ungutes Gefühl der Beobachtung macht sich immer wieder breit. Und das immer wieder aufs neue. Nach zig Besuchen schon.